Berufsschule - Technik - IT-Berufe - Ausbildungskonzept

Das Ausbildungskonzept in den IT-Berufen

  • Branchenspezifische Anwendungen der Informations- und Kommunikationstechnologie in den Unternehmen werden in den Ausbildungsgängen differenziert berücksichtigt.
  • Bisher vorwiegend theoretisch vermittelte Studieninhalte im Feld der Informatik werden handlungsorientiert am Geschäftsprozess in duale Bildungsgänge aufgenommen.
  • Die Integration technischer und betriebswirtschaftlicher-kaufmännischer Inhalte im Bereich der Kernqualifikation gewährleistet eine konsequent auf die betrieblichen Geschäftsprozesse ausgerichtete Ausbildung.
  • Berufsfeldspezifische Fachqualifikationen bilden den zweiten Schwerpunkt im Rahmen der 3-jährigen Ausbildungszeit und prägen das jeweilige Berufsprofil.
  • Die praxisbezogene Abschlussprüfung vor der IHK sieht als wesentlichen Bestandteil die Durchführung einer an konkreten Arbeitsaufträgen orientierten betrieblichen Projektarbeit vor.

Die Richtlinien der IT-Berufe für den Unterricht im Berufskolleg beinhalten 11 Lernfelder, die in differenzierten Anteilen in den vier Berufen vermittelt werden:

Lernfeld 1 Der Betrieb und sein Umfeld
Lernfeld 2 Geschäftsprozesse und betriebliche Organisation
Lernfeld 3 Informationsquellen und Arbeitsmethoden
Lernfeld 4 Einfache IT-Systeme
Lernfeld 5 Fachliches Englisch
Lernfeld 6 Entwickeln und Bereitstellen von Anwendungssystemen
Lernfeld 7 Vernetzte IT-Systeme
Lernfeld 8 Markt- und Kundenorientierung
Lernfeld 9 Öffentliche Netze, Dienste
Lernfeld 10 Betreuung von IT-Systemen
Lernfeld 11 Rechnungswesen und Controlling

 

Ablauf der Abschlussprüfung in der Sommer- bzw. Winter-Prüfung

Sommer-Prüfung Winter-Prüfung
1. Projektanträge können eingereicht werden Januar August
2. Prüfungsausschuss begutachtet innerhalb von 3 Wochen die Anträge

3. Projektdurchführung und sofort danach Vorlage der Dokumentation

4. Die Bewertung der Dokumentation durch den Prüfungsausschuss sollte bis zur schriftlichen Prüfung abgeschlossen sein.
bis Ende März bis Ende September
5. Schriftliche Prüfung
-Prüfungsteil B-


anschl. Bewertung der Prüfungsarbeiten

Zusammenfassung der Ergebnisse aus Dokumentation und schriftlicher Prüfung durch die IHK

Einladung zu Präsentation und Fachgespräch
erste volle Maiwoche letzte volle Novemberwoche
6. Durchführung Präsentation und Fachgespräch

Übergabe des Prüfungszeugnisses
bis zum Ferienbeginn bis Ende Januar
  1. Mit der Projektarbeit wird ein neues Prüfungselement eingeführt. Als ersten Schritt im Verfahren der Abschlussprüfung hat der Auszubildende einen sogenannten Projektantrag bei der Industrie- und Handelskammer einzureichen. Da ein prüfungsgeeignetes betriebliches Projekt nicht täglich zur Verfügung steht, ist ein Zeitfenster eingeführt worden: Innerhalb eines Zeitraums von etwa 12 Wochen können die Auszubildenden den Projektantrag bei der IHK einreichen. Für die Sommerprüfung würde das bedeuten, dass Projektanträge ab Anfang Januar bis Ende März bei der IHK zu stellen sind. Im Rahmen der Winterprüfung liegt dieser Zeitraum von Anfang August bis Ende September.
  2. Im Projektantrag hat der Teilnehmer anzugeben, wann das Projekt starten soll und wann es voraussichtlich beendet sein wird. Der Prüfungsausschuss wird eine Entscheidung über den Antrag so rechtzeitig fällen, dass der Projektzeitraum eingehalten werden kann. Allerdings darf der Zeitraum zwischen Antragstellung und geplantem Beginn nicht zu kurz bemessen sein. Mit der Durchführung des Projektes darf jedenfalls erst nach Genehmigung durch den Prüfungsausschuss begonnen werden.
  3. Die Ausbildungsordnungen sehen für den/die IT-System-Elektroniker/-in, den/die Informatikkaufmann/-frau, den/die IT-System-Kaufmann/-frau sowie den/die Fachinformatiker/-in in der Fachrichtung Systemintegration jeweils eine Höchstdauer von 35 Stunden für das betriebliche Projekt und seine Dokumentation vor. Für den/die Fachinformatiker/-in in der Fachrichtung Anwendungsentwicklung ist für das Projekt eine Höchstdauer von 70 Stunden vorgegeben.

    Betriebliche Projekte haben allerdings die Eigenschaft, dass nicht ununterbrochen daran gearbeitet werden kann. Vielfach sind auch zeitliche Abhängigkeiten und Verbindungen zu anderen Arbeitsschritten zu beachten. Es wäre daher unrealistisch, die Durchführung auf eine bzw. zwei Wochen zu beschränken. Auch für die Projektdurchführung und die Dokumentation ist daher ein Zeitfenster vorgesehen, und zwar in einem Umfang von 16 Wochen.
    Die Erstellung der Dokumentation gehört zur Bearbeitungszeit für das betriebliche Projekt. Sie ist unmittelbar nach Ende des Projektes der Industrie- und Handelskammer vorzulegen.
  4. Die Bewertung der Projektarbeit erfolgt anhand der Dokumentation und wird vom Prüfungsausschuss vorgenommen. Bis zur schriftlichen Prüfung sollte nach Möglichkeit die Projektarbeit incl. Dokumentation abgeschlossen und bewertet sein. Der Vorteil dieser Regelung liegt darin, dass sich die Prüfungsteilnehmer nun auf die schriftliche Prüfung konzentrieren können und die Arbeit für den Prüfungsausschuss entzerrt wird.
  5. Der Prüfungsteil B – also die schriftliche Prüfung – wird mit bundeseinheitlichen Aufgaben durchgeführt. Für die Sommerprüfung findet die schriftliche Prüfung in der ersten vollen Mai-Woche eines Jahres und für die Winterprüfung in der letzten vollen November-Woche statt.
  6. Der Prüfungsausschuss wird die Aufgaben unmittelbar nach Durchführung der Prüfung bewerten und die IHK den Teilnehmern die Ergebnisse mitteilen. Die Präsentation und das Fachgespräch sollen möglichst am Ende der Ausbildung liegen. Im Rahmen der Sommerprüfung findet sie daher in den letzten 4 – 6 Wochen vor den Sommerferien statt und im Rahmen der Winterprüfung in der Regel im Januar.
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